Silage-Probleme

Diverse Studien bestätigten, dass Gesamtsilageverluste von 10-20 % keine Theorie sind. Ob Milchvieh- und Zuchtbetriebe oder die Biogasbetriebe – alle haben ähnliche Probleme durch Nacherwärmung.

Die Gründe dafür sind meistens ähnlich. Zum einen ist es die zu lange Silierdauer, also die Befülldauer des Silos. Der Trockenmasseverlust steigt bei einer offenen Silage von 9,5 % nach drei Tagen Silierdauer auf 15,8 % nach 6 Tagen an. Außerdem sinkt der Milchsäureanteil und der Essigsäureanteil steigt deutlich an (Quelle: Hein, 1993).

Diese Verluste addieren sich zu den Nacherwärmungsverlusten, so dass viele Biogasanlagen über 20 % vermeidbare Verluste aufweisen. Weitere Probleme sind die unzureichende, gleichmäßige Verdichtung. Dieses Problem wirkt sich insbesondere bei zu geringem Vorschub aus. Der Sauerstoff dringt deutlich tiefer in die Silage ein. Die Nacherwärmung steigt rasant an (Quelle: Hein 1993)!

Verluste bei Nacherwärmung

Beim Analysieren von Arbeitsverfahren und Silage-Verdichtungstechniken in Zusammenarbeit mit den führenden Futterkonservierern Dr. Johannes Thaysen, LK SH, und Dr. Klaus Hünting, LWK NRW, wurde Herrn Röwer klar, dass die Probleme noch vielschichtiger sind und oft auch im Management zu suchen sind.

Nachteil von Nacherwärmung und Schimmelbildung